UNSERE KURZKRITIKEN

Tod im Familienhotel

von Redaktion

Irgendwann wird „Ein Mörder auf der Gästeliste“ doch noch ein richtig guter Jugendkrimi (ab zwölf Jahre). Aber bis dahin muss man sich durch einige Seiten mit typisch amerikanischem Superlativ-Wahnsinn kämpfen: Frauen sind „bildschön“, die Schokokekse „unschlagbar“, und der Schwarm hat „das süßeste Lächeln der Welt“. Das alles ist von Autorin Alexandra Fischer-Hunold gut gemeint, schießt aber teilweise über das Ziel hinaus. Nur zögerlich verzichtet sie auf diesen Zuckerguss-ähnlichen Überzug, und prompt wird der Plot glaubhaft, sogar spannend. Das Waisenkind Lilly verbringt Weihnachten bei ihrer besten Freundin Zelda und in deren Familienhotel in England. Doch diese Idylle ist trügerisch, denn die Gesellschaft bekommt nicht nur unerwünschten Zuwachs, sie wird auch wegen eines Schneesturms von der Außenwelt abgeschnitten, gleich mehrere Leute finden den Tod. Lilly und Zelda ermitteln.
AMA

Alexandra Fischer-Hunold:

„Ein Mörder auf der Gästeliste – Ein Weihnachtskrimi“. Ueberreuter, 320 Seiten; 18 Euro.


★★★★☆ Lesenswert

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