„Störung wird zeitnah behoben“

von Redaktion

Die Schlösserverwaltung äußert sich zum maroden Herkulessaal

Blick in die Herrentoilette im Bereich hinter der Bühne des Herkulessaals. © privat

In der Debatte um die Zustände im maroden Herkulessaal in der Münchner Residenz hat sich nun auch die für den Raum verantwortliche Bayerische Schlösserverwaltung zu Wort gemeldet. Wie berichtet, musste das Konzert des BR-Symphonieorchesters am Samstag unter der Leitung von Herbert Blomstedt abgesagt werden, weil ein Alarm-Blinklicht im Saal nicht ausgeschaltet werden konnte. Ursache sei „vermutlich eine Unter- oder Überspannung der Stromanschlüsse“, teilte die Schlösserverwaltung auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Kurz nach 16 Uhr sei daher am 11. Januar „in weiten Teilen der Residenz“ der Strom ausgefallen. Nach dem Hochfahren der Anlage sei es nicht möglich gewesen, die flackernde Sicherheitsbeleuchtung im Herkulessaal abzustellen – „auch nicht nach Rücksprache mit den Elektrikern der Verwaltung der Residenz München“, berichtet Sprecherin Susanne Eichinger.

Sie betont, dass der Stromausfall im Herkulessaal „erstmalig“ aufgetreten sei: „In den vergangenen 20 Jahren gab es keinen infrastrukturbedingten Konzertausfall. Die Instandhaltungs- und Modernisierungsarbeiten der Residenzverwaltung im Herkulessaal erfolgen turnusgemäß, insbesondere während der Zeit der bayerischen Sommerferien. In diesem Zuge wurde auch die nun für den Konzertausfall verantwortliche Sicherheitsbeleuchtung erst 2018 neu installiert.“ Alle erforderlichen Maßnahmen zur Instandhaltung würden „umgehend durch Fachfirmen“ erledigt, „sodass die Räumlichkeiten stets in einen funktionsfähigen Zustand gebracht werden“, heißt es von der Schlösserverwaltung weiter, die dem Bayerischen Finanzministerium angegliedert ist.

Wie berichtet, sind nicht nur das BR-Symphonieorchester sowie private Konzertveranstalter verärgert über die Situation im Saal und in dessen Backstage-Bereich. „München braucht einfach einen voll funktionsfähigen Herkulessaal, ich finde die Situation gerade katastrophal“, sagte etwa Andreas Schessl, Geschäftsführer von Münchenmusik, unserer Zeitung. Auch in der Landespolitik ist der Sanierungsfall Thema.

Bei der Schlösserverwaltung verweist man nun darauf, dass die „Analyse- und Instandsetzungsarbeiten der externen Wartungsfirma der Sicherheitsanlage“ bereits angelaufen seien, aber derzeit noch andauern: „Nach gegenwärtigem Kenntnisstand ist davon auszugehen, dass die technische Störung zeitnah behoben werden kann.“
MICHAEL SCHLEICHER

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