CD / VINYL

Ein Sonnentag auf der Hüpfburg

von Redaktion

Die wollen doch nur spielen! White Denim machen Musik, die vom ersten Ton an grinsen lässt – schon ins Eröffnungsstück „Light on“ packt die Band aus Austin, Texas, mehr Stile und Ideen als andere in eine ganze Karriere. Wir hören: einen psychedelischen Walzer im Stile von Grateful Dead, Jazz-Schlagzeug, Küsschen-Schmatzer, afrikanische Gitarren und vieles mehr. Ihr zwölftes Album, sinnigerweise „12“ betitelt, macht also Spaß wie ein Sonnentag auf der Hüpfburg. Der Sänger und kreative Direktor James Petralli hält mit dem fluffigen Indie-Rocker „Econolining“ das Energielevel hoch, „Flash bare Ass“ schunkelt gut gelaunt vorbei, „Look Good“, „Cat City #2“ und „Second Dimension“ landen Prince-mäßig mit dickem Bass auf der Tanzfläche. Angefangen haben White Denim als Punkband, aber mittlerweile sind sie der unterhaltsamste Gemischtwarenladen weit und breit. Einziges Manko: Diese Platte passt nicht zur schmuddeligen Jahreszeit. Im Sommer kriegt sie einen halben Stern mehr.

White Denim:

„12“ (Bella Union).


★★★★☆ Hörenswert

Artikel 5 von 7