UNSERE KURZKRITIKEN

Verstrickungen des Fritz Lang

von Redaktion

Der Regisseur Fritz Lang und die Schriftstellerin Thea von Harbou gelten als Glamourpaar des frühen deutschen Films. Der mysteriöse Tod von Fritz Langs erster Frau Lisa, die erschossen in ihrer Wohnung aufgefunden wird, verdunkelt den Beginn ihrer Beziehung. Sowohl Lang als auch seine Geliebte geraten in Verdacht, Lisa Lang scheint die beiden in flagranti erwischt zu haben. Oder hat die betrogene Frau doch aus Verzweiflung Suizid begangen? Ermittler Walter Beneken ist von einem Mord überzeugt, aber die Wahrheitssuche erweist sich als vertrackt, und er verstrickt sich immer mehr in ein gefährliches Spiel. Ralf Günthers Kriminalroman „Die Könige von Babelsberg“ basiert auf historischen Geschehnissen, allerdings ist die Mordtheorie rein spekulativ. Leider macht der Roman wenig aus der Geschichte und entfaltet keine echte Spannung. Das liegt auch an der nicht sehr überzeugenden Figur des Kommissars.
SP

Ralf Günther:

„Die Könige von Babelsberg“.
Rowohlt Kindler, 272 Seiten; 24 Euro.


★★★☆☆ Annehmbar

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