UNSERE KURZKRITIKEN

Gefangen auf Knitterfels

von Redaktion

Seit 18 Jahren schon lässt Autor Jeff Kinney seinen pubertierenden Helden Greg Heffley in einer Mischung aus Comic und Erlebniserzählung durch aberwitzige Abenteuer stolpern. Jetzt ist Band 19 von „Gregs Tagebuch“ da, und wieder verzweifelt der Teenager an seiner Familie. In „So ein Schlamassel!“ pilgern die Heffleys zu Omas Geburtstag, die sich wünscht, dass die ganze Sippe, wie früher, auf der Insel Knitterfels urlaubt – selbst wenn alle heillos zerstritten sind. Langsam kommt Greg hinter Familiengeheimnisse, von denen er nichts wusste (und wissen wollte), und in Form des Instagram-Hundes Diva bekommen auch Social Media und Influencer ihre Abreibung. Das Lustige ist, dass Gregs lakonisch-altkluger Sarkasmus erwachsenen Lesern bisweilen auf die Nerven geht – aber perfekt zur Zielgruppe der Heranwachsenden passt. Und letztlich hat Greg ja Recht: „Das Erste, was man als Kind lernt, ist, dass die Erwachsenen das Sagen haben. Und das Zweite, dass sie nicht immer die besten Entscheidungen treffen.“

Jeff Kinney:

„Gregs Tagebuch 19: So ein Schlamassel!“.
Baumhaus-Verlag, 218 Seiten; 16 Euro.


★★★★☆ Lesenswert

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