Wenige Monate vor ihrem 80. Geburtstag stand Mia Farrow auf der Theaterbühne wieder im Rampenlicht (Foto: Evan Agostini). Im Zwei-Personen-Stück „The Roommate“ begeisterte die Schauspielerin mit Patti LuPone (75) die Zuschauer am New Yorker Broadway. Sie suche das Rampenlicht eigentlich nicht mehr, erzählte Farrow im Interview mit dem US-Sender CBS im September. „Ich bin sehr gut darin, nichts zu tun.“ Das Alter ist der Schauspielerin kaum anzusehen. An diesem Sonntag begeht sie nun ihren großen Tag. Im CBS-Interview wertete Farrow es als „Erfolg“, in ihrem Alter überhaupt noch zu arbeiten. Als Tochter der irisch-amerikanischen Schauspielerin Maureen O’Sullivan („Tarzan, der Affenmensch“) wurde die junge Farrow in den Sechzigerjahren mit der US-Fernsehserie „Peyton Place“bekannt.
1968 gab Roman Polanski der zarten Bubikopf-Blondine die Hauptrolle im Horrorschocker „Rosemaries Baby“. Ihre Darstellung einer jungen Frau, die vom Teufel geschwängert wird, machte sie weltberühmt. An der Seite von Robert Redford in „Der große Gatsby“ (1974) folgte ein weiterer Kassenschlager. Farrow war von ihrem zweiten Ehemann, dem Komponisten und Dirigenten André Previn, geschieden, als Woody Allen in ihr Leben trat. Dreizehnmal holte er sie vor die Kamera. Zum Bruch kam es 1992. Allen verliebte sich in Farrows Adoptivtochter Soon-Yi Previn. Ein weiterer Skandal sorgt gleich nach der Trennung des Regisseurs und der Schauspielerin für Schlagzeilen: Farrow und die gemeinsame Adoptivtochter Dylan warfen Allen sexuellen Missbrauch des Kindes vor.
DPA