„Jetzt geht‘s los“

von Redaktion

Stars reagieren auf neue Hamburger Oper

Die Entscheidung für den Neubau einer Oper in der Hamburger Hafencity hat bei den Kulturschaffenden der Stadt ein positives Echo ausgelöst. „Als wir vor ein paar Jahren die Idee eines neuen Opernhauses zur Sprache brachten, spürte ich grundsätzliches Interesse, doch wie oft bei solchen großen, visionären Projekten mussten erst Türen aufgehen und Bilder in den Köpfen entstehen, damit es jetzt losgehen kann“, sagte Hamburgs Generalmusikdirektor Kent Nagano. Dass nun gegen Ende seiner Amtszeit Pläne für ein neues Opernhaus gemacht werden, berühre ihn sehr. „Wieder einmal sorgt bürgerliches Engagement in Zusammenarbeit mit der für Neues aufgeschlossenen Politik für eine starke Bewegung im Sinne der Kultur.“ Nun gehe es darum, das neue Haus zu formen, äußerlich und innerlich, und mit Leben zu füllen.

Am Freitag hatten sich die Stadt und die Stiftung des Milliardärs Klaus-Michael Kühne (87) darauf geeinigt, eine neue Oper auf dem Baakenhöft in der Hafencity zu bauen. Kühne hatte angekündigt, für den Neubau bis zu 330 Millionen Euro zu geben. Die Stadt stellt das Grundstück zur Verfügung und kümmert sich um die Infrastruktur. Das denkmalgeschützte Operngebäude an der Dammtorstraße soll danach anderweitig kulturell genutzt werden.

Regisseur Tobias Kratzer, mit Beginn der nächsten Saison Intendant der Staatsoper, ist begeistert. „Dass mein Amtsantritt mit den Planungen zu einem neuen Opernhaus für Hamburg zusammenfällt, ist für mich ein großartiges und motivierendes Aufbruchssignal, ein klares Bekenntnis auch der Stadt für die Zukunft ihrer Oper“, sagte er dem „Hamburger Abendblatt“. Dirigent Omer Meir Wellber, ab Herbst Generalmusikdirektor, jubelte: „Was für ein Auftakt! Es ist nicht selbstverständlich, dass jemand wie Herr Kühne mit seiner großzügigen Spende die immense Bedeutung von Kultur, Musik, Oper und Emotionen würdigt und an die Gesellschaft zurückgibt.“
DPA

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