UNSERE KURZKRITIKEN

Düsteres Familiengeheimnis

von Redaktion

Limehouse ist in viktorianischer Zeit eines der übelsten Viertel Londons. So verwundert es nicht, dass der Mord an Jacob Jacobus mit dessen zwielichtigen Aktivitäten in Verbindung gebracht wird. Der Tote galt als bestens vernetzter Hehler und war im Visier von Scotland Yard. Inspector Benjamin Ross, der den Diebstahl eines Diamant-Colliers aufklären muss, glaubt, dass beide Verbrechen miteinander zusammenhängen. Ganz so einfach ist die Sache nicht, die Familie Roxby, der das Halsband gehört, verschweigt der Polizei etwas. Ross entdeckt ein düsteres Geheimnis. Ann Grangers Roman „Der tote Antiquar von Limehouse“ in ihrer viktorianischen Krimireihe wird routiniert erzählt und versteht zu unterhalten. Allerdings fehlt der Geschichte der gesellschaftliche und historische Hintergrund. Die Autorin beschränkt sich auf die reine Krimihandlung, nur braucht es hierfür keinen historischen Roman.
SP

Ann Granger:

„Der tote Antiquar von Limehouse“. Lübbe, 320 Seiten; 22 Euro.


★★★☆☆ Annehmbar

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