Als Kim Wilde 1981 mit „Kids in America“ die Charts stürmte, machte sie ihrem Namen alle Ehre. Die Platinblondine war ein wildes Ding. Und ihre Musik zwischen New Wave und Elektropop passte perfekt zur Optik. Ein halbes Leben später wird sie heuer 65 Jahre alt, hat erwachsene Kinder – und ist vor allem als Englands berühmteste Gärtnerin bekannt. Doch genau genommen hat sich auf ihrem 15. Studioalbum „Closer“ gar nicht so viel geändert. Die Wilde-Musik bleibt Familiensache. Statt mit ihrem Popstar-Papa Marty Wilde, der mit 85 putzmunter ist, schreibt Kim die Songs zusammen mit Bruder Ricky und Nichte Scarlett. Die New-Wave-Synthies hat niemand ausgewechselt. Und ihre Stimme klingt so schneidend klar, so verhallt wie eh und je. Ohrwürmer wie „Midnight Train“ oder „Rocket to the Moon“ könnten auch aus den 80ern stammen. Die Wilde ist zeitlos gut – live zu erleben am 13. November im Circus Krone in München (Vorverkauf unter anderem über eventim.de).
JH
Kim Wilde:
„Closer“ (Wildflower/Cherry Red).
★★★★☆ Hörenswert