AUS DEM ZENITH

Bis zum nächsten Mal!

von Redaktion

Die beliebtesten Songs einer Band erkennt man heutzutage daran, dass hunderte Handys in die Luft gestreckt werden, sobald die ersten Töne gespielt werden. So ist es auch, als die Dropkick Murphys nach etwas mehr als einer schweißtreibenden Stunde „Rose Tattoo“ anstimmen. Viele Fans im Zenith lassen für einen Moment vom ausgelassenen Tanzen ab und widmen sich ihren Filmaufnahmen. Zeit, um kurz durchzuschnaufen. Die Band aus Boston, oft als „AC/DC des keltischen Punkrocks“ bezeichnet, erlaubt den Besuchern und sich selbst sonst keine nennenswerten Pausen. Vom Opener „Captain Kelly‘s Kitchen“ bis zum „Worker‘s Song“, der das reguläre Set abschließt, preschen die Murphys unerbittlich voran, geben den Takt zum Tanz vor und dirigieren das Publikum. Das Zenith, Albtraum jedes Tontechnikers, macht dabei seinem schlechten Ruf wieder einmal alle Ehre. Wie so oft dauert es auch an diesem ersten von zwei Konzertabenden, bis der Ton passt und sich nicht mehr nur erahnen lässt, wovon Ken Casey und Co. da singen. Die Band macht den Ton mit Präsenz wett. Und verabschiedet sich mit zwei Fan-Lieblingen: „I‘m shipping up to Boston“ und „Until the next Time“.
KATHRIN BRACK

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