LEIPZIGER BUCHMESSE

Wettkampf der Promis

von Redaktion

Christian Kracht, Wolf Haas, Kristine Bilkau – bekannte Namen dominieren in diesem Jahr die Liste der Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Belletristik. Mit der Auswahl sei der Jury „hoffentlich ein mit Neugier kuratierter Blick auf die Gegenwartsliteratur gelungen“, erklärte die Vorsitzende Katrin Schumacher. Der Preis wird in drei Kategorien vergeben. Neben der Belletristik gehören noch Übersetzung und Sachbuch/Essayistik dazu.

Der Schweizer Autor Christian Kracht ist für seinen Roman „Air“ nominiert – laut Jury „ein berauschendes literarisches Rätsel“. Bestsellerautor Wolf Haas, der schon im vorigen Jahr auf der Shortlist stand, ist diesmal mit „Wackelkontakt“ dabei. Kristine Bilkau wurde für „Halbinsel“ nominiert, ein der Jury zufolge scheinbar leicht erzähltes Buch über emotionale Altlasten. Die Liste komplettieren Cemile Sahin mit „Kommando Ajax“ und Esther Dischereit mit „Ein Haufen Dollarscheine“. In diesem Jahr hatten 166 Verlage 506 Werke eingereicht.

Die Auszeichnung wird traditionell am ersten Tag der Leipziger Buchmesse verliehen, heuer am 27. März. Der Preis ist mit insgesamt 60 000 Euro dotiert. Je 15 000 Euro gehen an den Sieger oder die Siegerin der jeweiligen Kategorie, zudem erhalten die Nominierten jeweils 1000 Euro.

In der Sachbuch-Sparte stehen Autoren auf der Liste, die früher in der Jury für den Preis der Messe mitgewirkt haben. Jens Bisky, Jury-Chef von 2019 bis 2021, ist dabei für „Die Entscheidung. Deutschland 1929 bis 1934“. Maike Albath, die von 2016 bis 2018 zur Jury gehörte, wurde ausgewählt für „Bitteres Blau. Neapel und seine Gesichter“. Die Sachbuch-Liste umfasst unter anderem noch Harald Meller, Kai Michel und Carel van Schaik für „Die Evolution der Gewalt“ und Irina Rastorgueva mit „Pop-up-Propaganda. Epikrise der russischen Selbstvergiftung“.
DPA

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