Der Schöpfer vor seiner „Sternennacht“: Anselm Kiefer feiert an diesem Samstag 80. Geburtstag. © Peter Dejong
Der deutsche Maler und Bildhauer Anselm Kiefer hat sich besorgt über den Aufstieg der AfD geäußert. „Ich fühle mich bedroht“, sagte Kiefer der Nachrichtenagentur AFP anlässlich einer Ausstellung in Amsterdam. „Es wird so komplex, dass man die Dinge nicht mehr zusammenfügen kann. Es ergibt keinen Sinn“, sagte er. Kiefer feiert an diesem Samstag seinen 80. Geburtstag. Auch im Kalten Krieg sei es gefährlich gewesen, allerdings sei es damals „klarer“ gewesen, sagte der Künstler, der 1945 unmittelbar vor Ende des Zweiten Weltkriegs in Donaueschingen geboren wurde. Kiefer gilt mit seinen teils tonnenschweren Skulpturen und metergroßen Gemälden als einer der weltweit bekanntesten Künstler. Ab Freitag sind zahlreiche neue Werke in Amsterdam in der Ausstellung „Sag mir wo die Blumen sind“ (Van Gogh-Museum und Stedelijk Museum) zu sehen. Das Zentrum bildet eine 24 Meter lange Installation aus Farbe, Ton, getrockneten Blütenblättern, Blattgold und Uniformen – laut Kiefer kein explizites Anti-Kriegs-Werk, sondern eher ein Ausdruck innerer Gefühle. „Ich mache keine Ausstellung gegen den Krieg. Ich mache das, was in mir ist, das, was herauskommen muss. Und das betrifft alle möglichen Dinge, den Tod, den Krieg.“
AFP