ALBUM

Luftiges von der Westküste

von Redaktion

Auf „Paradise Alone“ folgt also „Hell Together“: Natürlich hätten The Sheepdogs statt der beiden Kurzalben auch einen Longplayer aufnehmen können. Wollten sie aber nicht. Und müssen sie dank der jüngst für teuer Geld erworbenen künstlerischen Freiheit auch nicht (wir berichteten). Außerdem ergibt die Aufteilung des neuen Materials Sinn. So sehr die Kanadier auch nach sich selbst klingen: „Hell Together“ unterscheidet sich durchaus vom Vorgänger. Zum Beispiel in puncto Gesamtklang: Während „Paradise“ warm, komprimiert und kompakt produziert ist, wirkt „Hell“ sehr viel luftiger. Außerdem klingt die Platte deutlicher nach klassischem Westcoast-Sound. Nicht nur einmal schmecken konkret die Eagles oder The Byrds durch – zum Beispiel immer dann, wenn die Songs Zeit bekommen zu wirken und mit kunstvoll ineinander gewobenen Soli ein Mehr an Stimmung erhalten. Auch korrespondieren die Nummern miteinander, während der Vorgänger für sich wirkende Stücke vereint.
CU

The Sheepdogs:

„Hell Together“ (Right On Records).


★★★★☆ Hörenswert

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