Paris-Besucher müssen in den kommenden fünf Jahren auf einen Höhepunkt verzichten: Das mit seinen bunten Rohren an eine Industrieanlage erinnernde Kunstmuseum Centre Pompidou schließt für eine umfassende Renovierung. Nach einem Abschiedsfest am Wochenende endet am Montagabend die Dauerausstellung mit 2000 Werken von Künstlern wie Louise Bourgeois, Marc Chagall, Frida Kahlo, Wassily Kandinsky, Henri Matisse und Piet Mondrian. Die Kunstwerke sollen teils in Lagern untergebracht und teils in anderen Museen weltweit gezeigt werden. Ein Teil der Sammlungen, die insgesamt 150 000 Werke umfasst, soll künftig im frisch renovierten Grand Palais zu sehen sein. Das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst war 1977 eröffnet worden, sein Initiator und Namensgeber war der damalige Präsident Georges Pompidou. 2024 besuchten 3,2 Millionen Menschen das Museum. Es schließt komplett erst im September. Dann soll das Gebäude vom Asbest gereinigt werden. Das Budget für den Umbau beträgt 260 Millionen Euro. Das Haus soll 2030 wieder eröffnet werden.
AFP