BAYERISCHES STAATSBALLETT

Wiederaufnahme von „Le Parc“

von Redaktion

Kokettieren, verführen – echtes Empfinden? In der „Liebes-Literatur“ (Choderlos de Laclos’ Briefroman „Gefährliche Liebschaften“!) war Frankreich stark ab dem 17. Jahrundert. Und Inspiration für Angelin Preljocajs 1994 vom Ballett der Pariser Oper uraufgeführtes Werk „Le Parc“. Seit 2023 im Staatsballett-Repertoire, gab es bei der Wiederaufnahme tosenden Applaus. Preljocajs Opus zwischen Handlungsballett und Episoden-Genre, zwischen Ballettklassik und Moderne kommt gut an. Mozarts Klavierkonzerte (am Pult Koen Kessels) tragen das semi-klassische Tanzgeschehen – jeweils in eleganter heller Adelsmode. Zurückhaltend grauschwarz gekleidet die vier „Gärtner“, die tänzerisch in eine kantige Bewegungsmoderne ausbrechen, angefeuert von Goran Vejvodas Klangräumen vom Band. In drei Auftritten erlebt man zwischen Zögern und Hingabe die Liebe eines Paares – von schwierigen Hebungen bis zum vollkommenen Liebesgeständnis. Julian MacKay, schon versiert in dieser Rolle, war ein großartiger Partner für die zarte Demi-Solistin Zhanna Gubanowa bei ihrem Debüt (Foto: privat). Man wird noch von ihr hören. Weitere Vorstellungen am 16., 22. März sowie 21. April.
MALVE GRADINGER

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