Trauer um Ray Barra

von Redaktion

Vertraute: Ray Barra (1930-2025) und Konstanze Vernon (1939-2013). © Charles Tandy

Offen, ohne jegliche Allüren, zugeneigt, menschennah. Ein Künstler, der sich ganz seiner Berufung verschrieben hatte: als Tänzer, Trainer, Choreograf. Ray Barra, geboren 1930 in San Francisco, hat sich nun aufgemacht in himmlische Sphären. Im Gepäck ein so wunderbar dichtes, kreatives Leben.

Vom Solisten im New Yorker American Ballet Theater zum Star im Stuttgart Ballett: als John Crankos „Onegin“, als sein Romeo mit Marcia Haydée als Julia. Dann eine Verletzung. Aufgeben? Nie! Er wirkte als Ballettmeister etwa in John Neumeiers Hamburg-Ballett, wurde Ballettchef in Berlin (1994 bis 1996) – und choreografierte! Fürs Bayerische Staatsballett konzipierte er etwa „Don Quijote“ (1991), „Schwanensee“ (1995), „Raymonda“ (2001). Klassiker, weg vom Märchenhaften, hin zu einem zeitgenössischen Empfinden. Vielleicht gibt es ja bald eine Wiederaufnahme – Ray Barra zu Ehren?
MALVE GRADINGER

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