ALBUM

Der Auswilderer

von Redaktion

Sind wir eigentlich noch Export-Weltmeister, jetzt wo die Wirtschaft wackelt? Im internationalen Pop-Wettbewerb schlug sich das Teutonische ja immer wacker, von Kraftwerk über die Scorpions bis Scooter. Einer, der abseits des Mainstreams längst gefeiert wird, ist DJ Koze alias Stefan Kozalla. Die einschlägigen Medien verfolgen seit zwei Jahrzehnten mit zunehmender Begeisterung, wie sich der Mann aus Flensburg vom Beats-Bastler zu einem postmodernen Houdini entwickelt hat. Der Trick: Koze schraubt vertraute Sounds komplett neu zusammen und zaubert daraus einen kosmisch-verspulten Vibe. „Music can hear us“ ist nun ein weiteres Meisterwerk: Die Stimme von Damon Albarn (Blur, Gorillaz) leiert zu Afro-Beat, („Pure Love“) Sängerin Soap & Skin macht aus „Vamos a la Playa“ ein dunkles Ambient-Stück, und in „Buschtaxi“ laust sich der Affe in der Disco. DJ Koze wildert noch die allervertrautesten Töne wieder aus – und sie schleichen sich fremdartig-verführerisch zurück in unser Ohr.

DJ Koze:

„Music can hear us“ (Pampa).


★★★★★ Hervorragend

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