„Der Feldhase“ von Albrecht Dürer. © akg-images
Der Lieblingshase von Kunstfreunden macht sich rar: Der „Feldhase“, den Albrecht Dürer 1502 aquarellierte und der sich im Wiener Kunstmuseum Albertina befindet, wurde in rund 150 Jahren erst neunmal ausgestellt. „Die erste mir bekannte öffentliche Ausstellung war 1871“, sagt Christof Metzger, der das Aquarell als Kurator betreut, „die letzte 2019/20“. Im Jahr 2028, wenn sich Dürers Todestag zum 500. Mal jährt, werde der prominente Hase erneut im Original zu sehen sein, kündigte er an. Sonst würden nur Kopien ausgestellt. Der Feldhase sei eines der populärsten Werke des Nürnbergers Albrecht Dürer und habe seit dem 16. Jahrhundert zu Kopien, Nachahmungen und Fälschungen angeregt, erklärt Metzger. „Um 1600 tummelte sich in Europas Kunstkammern ein Minimum von 25 falschen Hasen.“ Die Albertina besitzt mit rund 150 Dürer-Zeichnungen die bedeutendste Sammlung von Dürer-Werken. Der Hase befindet sich seit 1796 in ihrer Obhut. Die Dürer-Schau 2019/20 zählte 422 000 Besucher.
EPD