Ein Berliner Intendant, Star der deutschen Kulturszene, nimmt sich in Australien das Leben. Sein Tod wirft Hella Karl aus der Bahn: emotional, vor allem jedoch beruflich. Denn sie, die Feuilletonchefin einer großen Zeitung, hatte einst in einem Artikel dem gefeierten Mann Machtmissbrauch vorgeworfen – und wird nun für seinen Tod mitverantwortlich gemacht. Antje Rávik Strubels neuer Roman handelt von Erregungskurven (öffentlichen und privaten), von der Kraft des Wortes und der Verantwortung, die damit einhergeht. Die Autorin erzählt pointiert, an der Grenze zur Satire und spiegelt das Treiben ihrer Figuren immer wieder in Schilderungen von Natur und Umwelt. Anderes indes wirkt doch arg konstruiert und erwartbar. Antje Rávik Strubel stellt ihren Roman am 5. Mai, 19 Uhr, im Münchner Literaturhaus vor; Karten – auch für den Livestream – gibt es unter Telefon 0761/888 49 999.
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Antje Rávik Strubel:
„Der Einfluss der Fasane“. S. Fischer, 240 Seiten; 24 Euro.
★★★☆☆ Annehmbar