Zehn Jahre leitete Klaus Ceynowa die Bayerische Staatsbibliothek. Nun geht er in Ruhestand. © Hans-Rudolf Schulz
Die Bayerische Staatsbibliothek – eine Gedächtnisinstitution von Weltrang. Wenn sich nun deren Generaldirektor Klaus Ceynowa nach zehn Jahren im Amt in den Ruhestand verabschiedet, kann er auf die Frage, was aus dieser Zeit in Erinnerung bleibt, beeindruckende Antworten geben. Die Erwerbung des weltweit einzigartigen, zeitgeschichtlichen „Stern“-Fotoarchivs mit mehr als 15 Millionen Bildern im Jahr 2019 und der 2022/2023 geglückte Ankauf von drei Spitzenwerken Hokusais, darunter ein frühes und besonders gut erhaltenes Exemplar der „Großen Welle“ des japanischen Malers, sind nur zwei der Höhepunkte aus den Jahren unter Ceynowas Leitung. Noch bis 6. Juli kann man Hokusais Meisterwerk in der Ausstellung „Farben Japans – Holzschnitte aus der Sammlung der Bayerischen Staatsbibliothek“ sehen.
An diese erfolgreiche Arbeit wird nun erstmals eine Frau an der Spitze des Hauses anknüpfen: Dorothea Sommer übernimmt zum 1. Mai von Klaus Ceynowa die Leitung der Bayerischen Staatsbibliothek. Als stellvertretende Generaldirektorin hatte sie die Geschicke der Stabi bereits seit 2015 mitgelenkt. Sie freut sich auf die Aufgabe und möchte die bundesweit führende Stellung der Staatsbibliothek in den Handlungsfeldern der Digitalisierung und innovativen Technologien konsequent weiterentwickeln. „Die einzigartigen und vielfältigen Sammlungen dieser Gedächtnisinstitution“ sollten auch weiterhin in digitaler Form für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie die breite Öffentlichkeit zugänglich sein, betonte Dorothea Sommer. Einer ihrer Arbeitsschwerpunkte sei die Sanierung und Erweiterung der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg.
KJK/EPD