Nach Einschätzung von Schriftstellerin Ulla Hahn sollte man den Tod im Leben immer mitdenken. „Der Tod ist Teil des Lebens“, sagte sie. „Alles auf dieser Erde ist vergänglich, und manches offenbar sehr viel schneller, als wir oft dachten.“
Hahn, die vor allem durch ihre Lyrik und den Roman „Das verborgene Wort“ bekannt wurde, wird an diesem Mittwoch 80 Jahre alt. „Trotz meiner schweren Behinderung, die doch nur langsam weicht, spüre ich noch so viel Lebensinteresse in mir“, so Hahn, die einen Schlaganfall erlitten hat. Im Umgang mit Krankheit und Vergänglichkeit habe ihr festes Gottvertrauen geholfen.
Hahn sieht „den Frieden“ als einen großen ökumenisch-christlichen Auftrag. „Diese allgemeine Stimmung, die den Eindruck vermittelt, als gelänge Frieden von selbst, gleichgültig wie sehr Waffen und Kriegstüchtigkeit unseren Tag bestimmen, ist aus meiner Sicht sehr gefährlich.“
KNA