Filmemacher Andreas Dresen („Halbe Treppe“) nimmt sich in seinem anrührenden Spielfilm „In Liebe, Eure Hilde“ einem im Westen Deutschlands weitgehend unbekannten Kapitel der NS-Zeit an. Er porträtiert die Widerstandskämpferin Hilde Coppi, die mit ihrem Mann Hans zur „Roten Kapelle“ gehörte. Liv Lisa Fries verleiht der tapferen Hilde eine zarte, unzerbrechliche Größe. Im Herbst 1942 wird die hochschwangere Frau inhaftiert, im August 1943 hingerichtet. Hitler persönlich hat ihr Gnadengesuch abgelehnt. Dresen, Spezialist für das scheinbar Alltägliche, das sich bei ihm immer besonders echt anfühlt, konzentriert sich auf das Unspektakuläre: In rückwärtsgewandten Zeitsprüngen zeigt er das Kennenlernen des Paares, das Zelten am See, das Motorradfahren, das Feiern und Tanzen mit Freunden. Aber auch die anfangs noch kleinen Aktionen des Widerstands gegen das Regime.
ULF
Andreas Dresen:
„In Liebe, Eure Hilde“ (Pandora).
★★★★★ Hervorragend