„Wie war’s heute?“ Tja, das ist manchmal gar nicht so leicht zu sagen. Egal, ob man als Kind aus der Schule oder als Erwachsener aus dem Büro nach Hause kommt: Es gibt diese Tage, an denen etwas Blödes passiert ist, das nachwirkt. Und der ganze Tag sich dadurch irgendwie melancholisch-trüb anfühlt. So geht es auch schon kleinen Kindern wie dem Protagonisten in Nikola Huppertz’ Buch für Mädchen und Buben ab drei Jahren. Auf die Frage seines Papas, wie es heute in der Kita gewesen sei, kann Eike gar nicht so recht eine stimmige Antwort geben. Doch dann tut er, was auch große Menschen viel häufiger tun sollten: Er geht hinaus in den Garten und lässt die zurückliegenden Stunden bewusst Revue passieren. Plötzlich kommt der Grund für seine traurige Stimmung zum Vorschein. Und die Erkenntnis, dass es so schlimm gar nicht war, weil viel Schönes auch passiert ist. Eine Einladung zum genauen Hinspüren. Liebevoll illustriert von Susanne Straßer.
KJK
Nikola Huppertz:
„Wie war‘s heute?“ Hanser, 32 Seiten; 16 Euro.
★★★★☆ Vorlesenswert