Nein, das mag sie nicht mehr. Die 84-jährige Helene (Christine Ostermayer) ist zum zweiten Mal an Krebs erkrankt, die Therapie will sie nicht mehr durchstehen. Deshalb hat sie sich Sterbehilfe in der Schweiz organisiert. Ihr Neffe ist entsetzt und will sie nicht bei ihrem letzten Vorhaben unterstützen, versucht gar sie daran zu hindern. Gut, dass Zimmernachbarin Toni (Margarethe Tiesel) das alles mitbekommen hat: Sie bietet sich kurzerhand als Reisebegleitung an, und so fahren die beiden Damen los. Es entstehen herrliche Momente, wenn sich die unterschiedlichen Frauen zusammenraufen, denn natürlich läuft nicht alles nach Plan, und die Wirkungen des Alters kommen ihnen in die Quere. Toni und Helene lernen sich etwas besser kennen, dann zoffen sie sich auch oder schmollen – von beiden Darstellerinnen wunderbar gespielt. Das ist witzig, berührend, auch ein bisschen traurig – und doch immer herzerwärmend.
VES
Sabine Hiebler, Gerhard Ertl:
„Toni und Helene“ (Alpenrepublik Filmverleih).
★★★★★ Hervorragend