Das kommt davon, wenn man das Boarding verpasst: Tom Cruise (62) erledigt die Stunts meistens selbst. © Sony
In sieben „Mission: Impossible“-Filmen jagte Tom Cruise um die Welt. Als Spezialagent Ethan Hunt brach er ins CIA-Hauptquartier ein, raste in Paris auf dem Motorrad durch den Gegenverkehr, hing an einem Flugzeug und kletterte die Außenwand des Burj Khalifa in Dubai hoch. Kaum ein halsbrecherischer Stunt, den er nicht gemacht hätte. Doch nach knapp 30 Jahren soll nun Schluss sein für Ethan Hunt. „Mission: Impossible – The Final Reckoning“, der achte Teil der Reihe, ist das große Finale.
In Cannes feierte der Blockbuster unter großem Fan-Gedränge und Jubel Premiere. Zum Auftritt der Crew um Cruise spielte ein Orchester den „Mission: Impossible“-Titelsong live auf dem roten Teppich. „Ich habe gemischte Gefühle“, erzählt Simon Pegg. Er ist seit 20 Jahren dabei und spielt zum sechsten Mal Ethan Hunts Teamkollegen Benji. „Ich bin sehr zufrieden. Ich finde, es ist ein wundervoller, runder Abschluss einer Reise, die schon zehn Jahren vor meinem Einstieg ins Franchise begann. Aber ich bin auch traurig.“
Der Film von Regisseur Christopher McQuarrie ist die direkte Fortsetzung von „Mission: Impossible – Dead Reckoning“ (2023). Darin hatte es Ethan Hunt mit einem nicht menschlichen Gegner zu tun. Eine Künstliche Intelligenz, die Entität, strebt die globale Kontrolle an. Der mysteriöse Gabriel (Esai Morales), der einst Hunts Geliebte ermordet hatte, hilft der KI. Hunt und sein Team, zu dem Hacker Luther (Ving Rhames) und die Meisterdiebin Grace (Haley Atwell) gehören, ergattern einen geheimnisvollen Schlüssel. Der führt zum Quellcode, mit dem sich die Entität stoppen lässt. In „The Final Reckoning“ geht das rastlose Spektakel weiter.
Egal, wen man fragt: alle schwärmen von Leader Tom Cruise. „Er ist ein Unikat und bringt in jedem das Beste hervor“, sagt Schauspielerin Pom Klementieff, im Film als geheimnisvolle Paris dabei. „Er ist der engagierteste und fleißigste Mensch, den ich je kennengelernt habe“, schwärmt Kollegin Atwell. „Er lernt aus allem, was er macht, um sich jedes Mal noch zu verbessern. Das ist ansteckend und inspirierend.“
PHILIP DETHLEFS