DVD

Sperriges Porträt

von Redaktion

Mit Werken wie „Ein andalusischer Hund“ oder „Das goldene Zeitalter“ hat Luis Buñuel den surrealistischen Film geprägt. Javier Espada widmet sich dem künstlerischen Universum und der Herkunft des Spaniers – seiner Sozialisation in der Provinz Teruel in Aragón, den frühen Begegnungen mit dem Tod, der starken Rolle der Kirche im Alltagsleben und der offen bekannten Faszination für Frauenbeine, die sich allesamt in seinen Filmen widerspiegeln: das Glockenläuten der Dorfkirchen oder die Beine von Catherine Deneuve in „Tristana“ in Großaufnahme. Auch wenn der Film Verknüpfungen zwischen Leben und Werk sucht, ist er eher schwer zugänglich. Wer Buñuels Schaffen nicht kennt, dürfte den schnellen Szenenwechseln kaum folgen können. Visuell überzeugt er mit eingefärbtem Archivmaterial, doch der Zugang bleibt anspruchsvoll – ein Dokumentarfilm für Kenner, kein Einstieg in den Surrealismus.
VES

Javier Espada:

„Buñuel: Filmemacher des Surrealismus“ (good!movies).


★★★☆☆ Annehmbar

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