ALBUM

Feines Seelenfutter

von Redaktion

Auf dieser Veranda würde man gern Platz nehmen: Laut Songtext riecht es in bester Südstaaten-Tradition nach frisch gebackenem Maisbrot, es gibt Hühnchen und frische Früchte – und jede Menge Musik. Wenigstens musikalisch lässt sich der Einladung von Taj Mahal und Keb’ Mo’ folgen. Der zutiefst positive Grundton, der den Song durchzieht, die wunderbar warmen Worte über Freundschaft, Nachbarschaft, Zusammen- und Angenommensein pflegen die von der aktuellen Nachrichtenlage arg mitgenommene Seele. Der Rest von „Room on the Porch“ versammelt dem Titel gemäß jede Menge musikalische Gäste (siehe Seite 18), die sich bei den sieben Originalen und drei Covern die Studiotür in die Hand gaben. Es wird allenfalls Puristen stören, dass die Stücke um einiges poppiger daherkommen als die des Vorgängers, der sich auf eine stabile Rhythm’n’Blues-Grundlage stellte. Irgendwie aber auch konsequent, schließlich hat man es mit zwei Genre-Grenzgängern zu tun.
CU

Taj Mahal & Keb’ Mo’:

„Room on the Porch“ (Concord Records).


★★★★☆ Hörenswert

Artikel 6 von 9