ALBUM

Gut gehalten, Garbage!

von Redaktion

Na, das passt ja zu unseren pessimistischen Zeiten: „There’s no Future in Optimism“, singt Shirley Manson im Eröffnungsstück des mittlerweile achten Albums von Garbage. Die Nacht ist dunkel, voller Schrecken – zu diesen düsteren Bildern passt der stoische Elektrorock des Lieds. Anderswo lässt die Schottin keine Zweifel aufkommen, dass die derzeitigen politischen Lenker nichts Gutes im Schilde führen: „They hate your Women, they love your Children and they love their Guns.“ Tatsächlich wollte die Band aber einen erbaulichen Sound für unsere unsicheren Zeiten liefern, ließ sie selbst verlautbaren. Entsprechend heißt das Album „Let all that we imagine be the Light“. Und tatsächlich: Garbage haben sich gut gehalten. Neunzigerjahre-Nostalgiker finden hier viel Futter und Anklänge an die gefeierten Frühwerke der Band: In „Chinese Fire Horse“ und „Get out my Face aka Bad Kitty“ trifft das Schroffe gewohnt effektiv auf das Süße, „Sisyphus“ lässt mit sphärischen Synth-Klängen die Sonne rein.

Garbage:

„Let all that we imagine be the Light“ (BMG).


★★★★☆ Hervorragend

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