Wer die Kuh zu lange melken will, trinkt am Ende nur noch Wasser. Sönke Wortmann hat nach „Der Vorname“ (2018) und „Der Nachname“ (2022) „Der Spitzname“ vorgelegt. Die Ursprungsidee, bei der die Familie Berger-Böttcher um den Vornamen eines Neugeborenen diskutierte – darf man es Adolf nennen? –, war ein munterer Schlagabtausch fern jeder politischen Korrektheit. In „Der Nachname“ ging es dann um die Frage, ob Männer bei Eheschließung den Nachnamen der Frau annehmen sollten. Um irgendwie einen dritten Teil dranzukleistern, wird nun diskutiert, dass Thomas (Florian David Fitz) seine Tochter Paula Paulchen nennt – Mama Anna (Janina Uhse) findet’s unmöglich. Wünscht sich Thomas etwa in Wahrheit einen Sohn? Es folgt eine vorhersehbare, alberne, langatmige Komödie um Gendern und Wokeness. Nicht immer sind aller guten Dinge drei.KJK
Sönke Wortmann:
„Der Spitzname“ (Constantin).
★★☆☆☆ Erträglich