Abschied mit Wehmut

von Redaktion

Marco Girnth verlässt nach 25 Jahren die „Soko Leipzig“

„Quell der Freude“: Marco Girnth (li.) mit Johannes Hendrik Langer und Melanie Marschke. © Frauendorf/ZDF, Schmidt/dpa

Eine Ära geht zu Ende – Schauspieler Marco Girnth verlässt nach fast 25 Jahren die „Soko Leipzig“ im ZDF. „Das 50. Lebensjahr zu überschreiten, macht etwas mit dir“, sagte Girnth, der in der Krimireihe den Kommissar Jan Maybach spielt: „Man zieht Bilanz und entdeckt dabei viele Dinge, die man eventuell noch ansteuern wollte in seinem Leben. Mittlerweile bin ich aber schon 55 Jahre, und wenn ich noch mal etwas verändern möchte, dann muss das jetzt passieren.“

Seit der ersten Folge „Flucht nach Fahrplan“ im Jahr 2001 gehört Girnth zum festen Ensemble des damals ersten ostdeutschen „Soko“-Ablegers. In mehr als 500 Episoden war er als Jan Maybach im Einsatz, zunächst an der Seite von Andreas Schmidt-Schaller, später mit Melanie Marschke, Amy Mußul und Johannes Hendrik Langer. „Ich gehe nicht leichten Herzens, aber nach mehr als 500 Folgen war jetzt der Zeitpunkt gekommen“, so Girnth. In diesem Monat gehen für ihn die „Soko“-Dreharbeiten zu Ende. Er wird in der kommenden 26. Staffel aber noch in mehreren Folgen zu sehen sein.

Die Reihe habe in den zweieinhalb Jahrzehnten sehr dazugewonnen, bilanzierte der 55-Jährige. Durch den Wechsel vom Vor- auf den Hauptabend hätten sich „ganz andere Möglichkeiten hinsichtlich der Erzählweise ergeben“. Durch die Umstellung auf digital Produktion sei die „Soko Leipzig“ filmischer, dynamischer geworden. „Die Handlungsstränge wurden deutlich figurengetriebener, weil wir persönliche Schicksale und Entwicklungen der ,Soko‘-Kommissare über mehrere Folgen horizontal weitererzählt haben.“

Das Team – allen voran Melanie Marschke – werde er sehr vermissen: „Melanie war für mich in den letzten 25 Jahren Kollegin, Freundin, Weggefährtin, Mentorin und Kummerkasten.“ Sie spielt seine Vorgesetzte, Kriminalhauptkommissarin Ina Zimmermann. „Wir haben uns in all den Jahren nicht ein einziges Mal überworfen oder nachhaltig missverstanden“, so Girnth. „Melli war und ist ein steter Quell der Freude nicht nur für mich, sondern für das gesamte Team. Eine Chefin, wie man sie sich nur wünschen kann.“CHRISTOF BOCK

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