Sängerin Jenni Rose war gerade ein paar Tage von ihrer Alkoholsucht geheilt, als der Gouverneur von Tennessee ein Gesetz zum Verbot von Drag-Shows unterzeichnete. Sie beschloss gemeinsam mit ihrer Band „Vandoliers“, aus Protest bei einem anstehenden Konzert in dem US-Bundesstaat in Kleidern aufzutreten. Der Moment, als sie zum ersten Mal öffentlich ein Kleid trug, veränderte für sie alles. Seither lebt die Sängerin einer Alternative-Country-Punk-Band offen als Transfrau in Texas. Wie mutig das ist, wie viel Hass ihr entgegenschlägt und was es heißt, sich im falschen Körper zu fühlen, darüber hat sie dieses Album geschrieben. Es verknüpft klassischen Alternative Country à la Lukas Nelson, Steve Earle oder Jason Isbell mit der Direktheit von Punk, was nicht nur musikalisch eine reizvolle Mischung darstellt. Sie ist die perfekte Inszenierung der teilweise schwer zu ertragenden, brutal ehrlichen Texte – denen gut zuzuhören sich sehr lohnt.CU
Vandoliers:
„Life Behind Bars“
(Break Maiden Records).
★★★★☆ Hörenswert