Das ist wieder typisch Nikolaus Heidelbach. Er widmet dieses Büchlein einer 2024 geborenen Antonia. Ein Buch über den Tod für einen Säugling? Der im rheinland-pfälzischen Niederlahnstein geborene, preisgekrönte Illustrator und Autor würde vermutlich antworten: „Warum denn nicht?“ Und das zu Recht: Er ist bei seinen schlauen, witzigen, hintergründigen Werken stets darauf bedacht, die ganze Vielfalt des Lebens abzubilden. Und dazu gehört eben auch: das Sterben. In seinem unverwechselbaren Stil, der Hässlichkeit in Schönheit wandelt, erzählt Heidelbach hier also die Geschichte der guten Fee, die sich mit dem Tod um das Leben des gerade geborenen Lukas streitet. Es geht zum Duell auf dem Spielplatz: Wer den Wettbewerb von „Schnick, Schnack, Schnuck“ über Wettlauf bis Lanzenstechen gewinnt, darf über das Schicksal des Buben entscheiden. Ein Buch über den Tod – voller Lebensfreude. Typisch Heidelbach.KJK
Nikolaus Heidelbach:
„Die kleine gute Fee und der Tod“.
Dumont Verlag, 34 Seiten; 18 Euro.
★★★★☆ Lesenswert