ALBUM

Spätes Meisterwerk

von Redaktion

Gerade haben Oasis das erste Konzert ihrer Comeback-Tour absolviert, da meldet sich eine weitere Band aus dem Vereinigten Königreich zurück. Wer zu der Zeit, in der Oasis tatsächlich noch eine der relevantesten Bands Europas waren, schon lieber zu Musik in deren Schatten gegriffen hat, darf sich freuen: Hollow Horses aus Glasgow kommen mit einem Album zurück, das man auf dem Schirm haben sollte. Zumindest, falls man sich an ihr „Beggarstown“ aus dem Jahr 2005 erinnert oder wenn einem Namen wie Paul Weller oder Hurricane #1 ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Der mit „Five“ leidlich fantasielos betitelte fünfte Longplayer ist tatsächlich, wie die Plattenfirma wirbt, „ein spätes Meisterwerk aus Glasgow“. Zumindest, wenn man seine erste Seite nimmt. Es reiht sich Hit an Hymne an Ohrwurm – mal erhebend, mal poetisch und mal artrockig selbstverliebt. Leider geht der Scheibe auf die lange Distanz ein wenig der Dampf aus, bleibt aber trotzdem ein sehr schönes, harmonieversoffenes Echo aus den Neunzigern.CU

Hollow Horse:

„Five“ (Platiruma).


★★★★☆ Hörenswert

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