UNSERE KURZKRITIKEN

Viermal Kleinstadtleben

von Redaktion

Der titelgebende Lakeside Supper Club ist Restaurant, Treffpunkt und das Zuhause von vier Frauen und damit von vier Generationen. Betty, Florence, Mariel und Julia arbeiten im Irgendwo samt See in Minnesota, USA, zu unterschiedlichen Zeiten. Autor J. Ryan Stradal springt genüsslich zwischen diesen vier Kleinstadtleben mit ihren Liebeleien, Vorverurteilungen, Ausgrenzungen und Konkurrenzkämpfen hin und her. Er erzählt von Zeitwenden und deren Folgen, immer ehrlich, aber auch gnadenlos, manchmal brutal. All das sind anfangs oftmals verwirrend viele Informationen, doch die Puzzleteile setzen sich schnell zusammen, und es entwickelt sich ein fast schon süffiger Roman. Dafür sorgen auch die teils ungewöhnlichen, aber scharfsinnigen Metaphern. Sie prägen zudem die Protagonistinnen mit ihren mutigen, rebellischen, manchmal harten Schicksalen auch dank der Männer, die sie letztlich erwählen (müssen).AMA

J. Ryan Stradal:

„Samstagabend im Lakeside Supper Club“.
Diogenes, 384 Seiten; 25 Euro.


★★★★☆ Lesenswert

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