Der 13 haftet eine Menge Unheil an. Für die Stereophonics, seit Mitte der Neunziger gefragter Rock-Export aus Wales, soll Album Nummer 13 eine Weiterentwicklung ihres Sounds dokumentieren. Mit acht Songs und einer guten halben Stunde Spielzeit eher im Punkrock-Format zu Hause, zeigen die Stücke hingegen eine eher sanftere Seite des Quartetts. Weder lässt Frontman Kelly Jones seine charakteristisch heisere Stimme so richtig von der Leine, noch fahren die Gitarren-Connaisseure ihre stattliche Sammlung wohlklingender E-Gitarren auf oder verzichten zumindest darauf, die Röhren ihrer Verstärker auf Temperatur zu bringen. Bis auf wenige Aufnahmen spielt das Album im Midtempo und inhaltlich leider eher im Mittelfeld. Nicht, dass die Waliser nicht Gründe durchblitzen lassen, wieso schon Bob Dylan ihr Songwriting gelobt hat. Aber das geht besser, viel besser sogar, wie die Alben eins bis zwölf dokumentieren.CU
Stereophonics:
„Make ’Em laugh, make ’Em cry, make ’Em wait“ (EMI).
★★★☆☆ Annehmbar