ALBUM

Virtuosität und Tempo

von Redaktion

Diese Verve, diese überbordende Spielfreude, dieser unwiderstehlich vitale Swing hat New Yorker Jazz schon immer ausgezeichnet. Nur dass die Rhythmen in den vergangenen 50, 60 Jahren immer komplexer, die Arrangements ausgefeilter geworden sind und die Solisten ihre technische Könnerschaft perfektioniert haben. Vladimir Kostadinovic, in Wien heimischer Schlagzeuger mit serbischen Wurzeln, hat im September 2024 sechs im Big Apple zur Crème de la Crème zählende Improvisatoren in ein dortiges Studio eingeladen, um sieben Kompositionen, fünf davon aus eigener Feder, einzuspielen. Mehr oder weniger vertrackte Themen dienen Könnern wie Saxofonist Chris Potter, Trompeter Alex Sipiagin oder Vibrafonist Joe Locke als Sprungbrett für brillante Soloexkursionen, stets angetrieben von Kostadinovics energetischem und differenziertem Schlagzeugspiel. Wer Spaß an von Virtuosität und Drive geprägtem Jazz hat, liegt mit dieser Platte genau richtig. Kostadinovics Tochter Iris, der das Album gewidmet ist, kann jedenfalls mächtig stolz auf ihren Papa sein.RUN

Vladimir Kostadinovic:

„Iris” (Criss Cross).


★★★★☆ Hörenswert

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