IN KÜRZE

Landrat gegen Campino

von Redaktion

Der CDU-Landrat von Nordwestmecklenburg, Tino Schomann, hat sich gegen die Kritik des Sängers Campino von den Toten Hosen gewehrt. Wie berichtet, hatte Campino beim Auftritt auf dem Festival in Jamel die AfD als klaren Gegner bezeichnet. „Aber das Empörende ist, dass diese lokalen Gruppierungen der CDU sich denen an den Hals schmeißen“, fügte er hinzu. Schomann hatte versucht, bestimmte Auflagen für das Festival durchzusetzen. Er teilte nun mit, dass Campinos Aussagen eine gezielte Diskreditierung staatlichen Handelns seien. Die Veranstalter hätten sich selbst entschieden, ihr Festival erstmals als politische Versammlung anzumelden – damit trete das Versammlungsgesetz in Kraft. „Die zuständige Behörde entscheidet nicht nach Sympathie, sondern nach Recht und Gesetz“, erklärte der CDU-Politiker. Das Künstlerehepaar Birgit und Horst Lohmeyer organisiert das Festival „Jamel rockt den Förster“ seit 2007 und wehrt sich damit gegen Anfeindungen von Rechtsextremisten im Dorf. 2015 hatten Unbekannte eine Scheune der Lohmeyers in Brand gesetzt.DPA

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