Bei der Thames Valley Police erhält Detective Inspector Ray Wilkins einen neuen Partner namens Ryan Wilkins. Die Ähnlichkeit der Namen ist das Einzige, was sie verbindet. Ray ist Oxford-Absolvent, Ryan entstammt dem Arbeitermilieu und hasst alles, was sein Kollege verkörpert, Bildung, elitärer Status, Geld. Trotz ihrer Reibereien müssen sich die Polizisten für einen Fall zusammenraufen. Eine Frau wird an der Universität Oxford erwürgt aufgefunden, kurz darauf eine zweite, offenbar vom gleichen Täter ermordet. Hinter den Kulissen der ehrwürdigen Institution gibt es ein erstaunliches Maß an krimineller Energie. Simon Masons Krimi „Ein Mord im November“ ist ein Spannungsroman erster Güte. Der Autor steuert den Rhythmus der Handlung geschickt. Vor allem aber lebt der Roman vom Antagonismus der beiden Wilkins, deren Gegensätzlichkeit einerseits groteske Züge hat, andererseits die langsame menschliche Annäherung hervorhebt.SIP
Simon Mason:
„Ein Mord im November“. Goldmann, 400 Seiten; 17 Euro.
★★★★★ Hervorragend