Taylor Swift ist die Meisterin darin, die kleinen und großen Geschichten des Lebens in hinreißende Songtexte zu verwandeln. Aber Sabrina Carpenter („Espresso“), neun Jahre jünger, ist ihr hart auf den Fersen, quasi als freche und ungeheuer gewitzte kleine Schwester. Ihr neues Album „Man’s best Friend“ ist dermaßen amüsant und ironisch ausgefallen, dass die „Washington Post“ die 26-Jährige schon als „witzigste Popsängerin aller Zeiten“ preist. Und tatsächlich klingen einige Texte wie Comedy-Stand-ups. Da werden erwachsene Kerle verspottet, die sich wie Teenager benehmen („Manchild“). Und in „We almost broke up again last Night“ amüsiert sich die Carpenter über ständige „Beinahe“-Trennungen. Das Ganze ist verpackt in flirrenden Disco mit Baccara-Anleihen („Tears“), in schmachtenden Country („Goodbye“) und in House à la Neunzigerjahre-Madonna („House Tour“). Klüger und unterhaltsamer wird Pop 2025 nicht mehr.JH
Sabrina Carpenter:
„Man’s best Friend“ (Island/Universal).
★★★★★ Hervorragend