Wer nicht?!, möchte der geneigte Blues-Fan in Richtung New York rufen, wo Theodore Joseph Horowitz alias Popa Chubby wirkt. Der Titel „I love Freddie King“ seines neuen Albums sagt alles über dessen Inhalt: Der angenehm politisch unangenehme Bluesrocker legt den aktuellen Wahnsinn beiseite und erfüllt sich ein 30 Jahre gehegtes Herzensprojekt: ein Tribut an Freddie King, den „Texas Cannonball“. Dafür wählte er Titel aus allen Phasen von Kings Schaffen und spielte sie mit einer fähigen Band ein. Zur Seite standen ihm illustre Gäste wie Joe Bonamassa, Mike Zito, Christone Kingfish Ingram, Eric Gales, Arthur Neilson und V. D. King. Wer Chubby kennt und einen Blick auf die Gästeliste wirft, ahnt: Leisegetreten wird hier nicht. In die verlockende Falle, ausschließlich die Facette King und seine Pionierarbeit für den Rock zu bearbeiten, tritt die Mannschaft nicht – vor allem Chubbys differenziertes Spiel spiegelt Kings Wesen, angereichert mit viel Gefühl.CU
Popa Chubby:
„I love Freddie King“ (Gulf Coast Records).
★★★★☆ Hörenswert