Mit „Sains et saufs“ („Gesund und munter“) legt die französische Sängerin Zaz ihr sechstes Studioalbum vor. Dabei ist der Titel Programm: Nach Jahren auf Tournee klingt die 45-Jährige wie jemand, der innere Narben geheilt hat und nun freier atmet. „Ich wollte eine Superheldin sein und habe gemerkt, dass es nicht geklappt hat. Ich war völlig erschöpft“, blickt Zaz auf die vergangenen Jahre ihrer Karriere zurück. Au revoir, Perfektionismus! 15 Jahre nachdem sie mit dem Superhit „Je veux“ auch in Deutschland durchstartete, besticht das neue Album durch akustische Arrangements mit Piano, Gitarre und Streichern, die viel Raum für ihre unverkennbare Stimme lassen. Herausragend sind die Vorab-Singles „Je pardonne“, eine Hymne der Vergebung, sowie das Titelstück „Sains et saufs“, das leise Stärke entfaltet. Zaz gelingt erneut eine Platte, in die sich frankophile Musikfans verlieben können. Quasi Chansons d’amour. JH
Zaz:
„Sains et saufs“
(VF/Anthakarana).
★★★★☆ Hörenswert