Unsere heutige Kultur ist besessen von Nostalgie: „Kenne ich schon! Mochte ich früher!“ Joel Frederiksen und sein Ensemble Phoenix Munich hingegen zeigen die Vergangenheit als Territorium der Neuentdeckungen. So startet an diesem Sonntag ihre 18. Konzertreihe „Zwischen Mars und Venus“ auch mit einem kaum Bekannten: Giovanni Felice Sances, der im 17. Jahrhundert eine musikalische Brücke zwischen Rom und Wien schlug (Bayerisches Nationalmuseum, 14 Uhr). In den übrigen Münchner Konzerten wird das Vertraute neu durch Rückbesinnung: Schubert-Lieder gibt‘s mit originalem Hammerflügel. In Frederisens eigenem „Booke of Songs“ setzt er die Troubadour-Tradition zwischen Dowland und Nick Drake fort. Infos unter joelfrederiksen.com.WIL