Am liebsten ein gedrucktes Buch: Das geht aus einer aktuellen Lese-Umfrage hervor. © Frank Rumpenhorst
Die Preisjury des Deutschen Buchpreises hat am Montagabend den besten Roman des Jahres gekürt. Sechs Werke standen im Finale. Diese befassen sich mit psychologischen, gesellschaftlichen und politischen Abgründen, wie die Jury erklärte. „Jede Lektüre auf der Shortlist ist ein Befreiungsschlag“, sagte Jurysprecherin Laura de Weck im Vorfeld.
Traditionell wird der Siegertitel zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben. Diese beginnt am Mittwoch und läuft bis Sonntag. Sie gilt als weltgrößtes Branchentreffen. Erwartet wird unter anderem der diesjährige Literaturnobelpreisträger Laszlo Krasznahorkai – als Teilnehmer der Auftakt-Pressekonferenz am Dienstag.
Um den mit 25 000 Euro dotierten Buchpreis haben sich mehr als 200 Autoren und Autorinnen beworben. 2024 gewann Martina Hefter mit ihrem Roman „Hey guten Morgen, wie geht es dir?“. Geehrte Bücher wurden in der Vergangenheit oft zu Bestsellern.
Die sechs Romane im Finale des Deutschen Buchpreises sind: Dorothee Elmiger: „Die Holländerinnen“ (Carl Hanser Verlag), Kaleb Erdmann: „Die Ausweichschule“ (park x ullstein), Jehona Kicaj: „ë“ (Wallstein Verlag), Thomas Melle: „Haus zur Sonne“ (Verlag Kiepenheuer & Witsch), Fiona Sironic: „Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft“ (Ecco Verlag), Christine Wunnicke: „Wachs“ (Berenberg).
Wer Bücher liest, liest am liebsten ein gedrucktes Buch: Das geht aus einer Umfrage des Markforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) hervor. Das Leseverhalten ist bei Männern und Frauen sowie auch zwischen den Generationen und zwischen städtischer und ländlicher Umgebung relativ ähnlich. 67 Prozent der Befragten bervorzugen demnach ein gedrucktes Buch oder Printmedium, 13 Prozent ein E-Book. Elf Prozent lesen am liebsten am Laptop, Smartphone oder Tablet, sechs Prozent bevorzugen ein Hörbuch, und drei Prozent machten keine Angabe.
Die Gründe, warum gelesen wird, sind demnach vielfältig; bei dieser Frage konnte alles Zutreffende genannt werden. 58 Prozent lesen laut Umfrage zur Entspannung oder Unterhaltung, 47 Prozent, um sich Wissen anzueignen oder etwas Neues zu lernen. 21 Prozent möchten kreativ bleiben oder Inspiration finden.KNA