Künstler und ihre Mäzene – ein schier unendliches Thema. Diese Verbindung kann rein finanzieller Natur sein, aber bei Pablo Picasso und Georges Bloch (1901-1984) wurde sogar eine Art Freundschaft daraus. Der Erbe eines Textilgeschäfts konzentrierte sich als Sammler und Forscher auf Picassos Druckgrafiken, erstellte dazu ein bedeutendes Werkverzeichnis. Wie er dabei vorging, wie er sein Vermächtnis aufteilte und wie er sich dabei über Picassos Rat hinwegsetzte – all das beschreibt „Picasso Bloch – Eine einzigartige Freundschaft“. Zwischen den beiden entsteht ein Schenken und Werben. Das ist spannend, bestätigt Picassos unglaubliche Produktivität und seinen Spürsinn für Selbstvermarktung. Die abgebildeten Radierungen zeigen dank des hervorragenden Drucks entscheidende Details, die teils sehr ausführlichen Texte ordnen die Freundschaft anschaulich ein. Nur leider sind nicht alle französischen Briefe übersetzt.AMA
Linda Schädler (Hrsg.):
„Picasso Bloch – Eine einzigartige Freundschaft“.
Hirmer, 160 Seiten; 39,90 Euro.
★★★★☆ Lesenswert