ALBUM

Mit leiseren Tönen

von Redaktion

Jetzt also mal etwas ruhiger: Mit ihrer neuen Band The Quiet Version setzt Clara Luzia auf leisere Töne und erstmals auch auf deutsche Texte. Bereits im Frühjahr war die Wiener Indie-Musikerin mit ihrer neuen Formation auf Tour. Das neue Album „Horelia“ knüpft an ihre Anfänge als Singer-Songwriterin an – und ist doch alles andere als ein Schritt zurück. Dafür steht gleich der erste Song „All we can‘t bend“, den Luzia erstmals 2005 aufnahm. Aus der melancholischen Betrachtung der Liebe wird jetzt ein fein arrangiertes Stück, das mit den klaren Trompetenklängen von Kaya Meller Leichtigkeit und Wärme verströmt. Auf der zweiten Hälfte des Albums finden sich die deutschen Songs – etwa „Horelia“ über das Aussterben des fiktiven Abendrotkehlchens. „Das Letzte seiner Art / es singt nun ganz allein / ein Lied gedacht / um zwei zu sein.“ Mystisch schwebt Clara Luzias Stimme, bis die E-Gitarre kraftvoll einsetzt – ganz ruhig bleibt es auch beim neuen Album nicht. SHA

Clara Luzia & The Quiet Version:

„Horelia“ (Asinella Records).


★★★★★ Hervorragend

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