Kalender für Kinder

von Redaktion

„Seht, wer mich gestern kam besuchen/Ein Walross! Es gab Walnusskuchen/Der Riese dankte schwärmerisch:/,Noch nie fraß ich solch leckren Fisch!‘“ Wer weiß, bei einem erwachsenen Lyriker würde man diesen Vierzeiler vielleicht schon in einem preisgekrönten Bändchen vermuten. Doch er stammt von einem Kind, dem kleinen Aleksej Zajcev aus Russland. Eins von 53 Gedichten in diesem großformatigen Kalender, für jede Woche des kommenden Jahres eines. Ausgewählt hat sie die Internationale Jugendbibliothek. Nicht weniger als 40 Länder sind heuer vertreten, von Australien bis Mexiko, von Argentinien bis Japan, jedes Gedicht ist passend illustriert. Ein im wahrsten Sinne des Wortes buntes Konvolut.

Und auch wenn die Übersetzungen das eine oder andere geglättet oder geschärft haben mögen, so ist doch das Kindliche an diesen Texten spürbar. Fantasie, Humor, aber auch Angst und Trauer. „Ich nas in der Bohre“, liest man da, „ich däumche die Dreh, ich luft in die Starre und wege im Steh (…). Und das: „Ich gäbe/ meinen Computer/ hier den Lieblingspulli/ mein Taschengeld/ nein, all mein Geld/ Oma, wenn nötig/ Ich gäbe es her/ bekäme ich dich/ zurück.“

Der Kinderkalender 2026,

herausgegeben von der Internationalen Jugendbibliothek,
60 Seiten; 25 Euro.

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