Erstmals am Pult in Wien: Yannick Nézet-Séguin. © Killig
Für viele Fans klassischer Musik gehört es dazu wie für andere der Kater – das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker. Zum ersten Mal wird es von dem Kanadier Yannick Nézet-Séguin geleitet. Im Mittelpunkt steht wie jedes Jahr Musik aus dem umfangreichen Werk der Strauß-Dynastie, bekannt für ihre Wiener Walzer, sowie ihrer Zeitgenossen.
In diesem Jahr werden erstmals Werke zweier Komponistinnen aufgeführt – zum einen die Polka „Sirenen Lieder“ von Josefine Weinlich (1848–1887), die in Wien das erste Damenorchester Europas gründete. Zum anderen spielen die Wiener Philharmoniker den „Rainbow Waltz“ von Florence Price (1887–1953), einer afroamerikanischen Musikerin, die vor allem in den USA als Komponistin klassischer Musik bekannt ist. Für die Balletteinlage beim Neujahrskonzert 2026 zeichnet der frühere Hamburger Ballettdirektor John Neumeier verantwortlich. Zu sehen sind Neumeiers Choreografien zu „Rosen aus dem Süden“ und „Diplomatenpolka“, komponiert vom Walzerkönig Johann Strauss.
Nach Angaben der Philharmoniker wird das Konzert mittlerweile in über 150 Länder übertragen, es erreiche rund 50 Millionen Zuschauer. Das ZDF und ORF 2 übertragen ab 11.15 Uhr.CHRISTIANE LAUDAGE