Mr. Welcome ist ein Papagei, der beim Eintreten in „sein“ Cottage den Gast stets höflich begrüßt. Ein simpler Ausgangspunkt, aber Autorin Claire Parker lässt daraufhin köstlichste Reaktionen am Fließband folgen. Die Witze ihrer jungen Ich-Erzählerin Trish sind britisch fein und pfeilspitz, die der anderen Dorfbewohner wunderbar markant. Gekrönt wird all das von Mr. Welcomes clever-gewitztem Frauchen. Doch schon bald und damit viel zu früh stirbt die alte Dame, und deren „Ziehkind“ Trish erbt nicht nur alle Manipulier-Tricks, sondern auch deren Vogel. Wieder folgt wie ein Feuerwerk eine Aneinanderreihung köstlichster Irrungen und Drehungen – jetzt mit einer noch stärkeren Gesellschaftskritik inklusive slapstickartiger Szenen über den britischen Adel. Super! Doch leider, leider fällt auf einmal die Geschichte ab, die Witze werden rarer, der Pfiff geht flöten. Schade. Das hat der fabelhafte Mr. Welcome nicht verdient. AMA
Claire Parker:
„Mister Welcome“. Atlantik, 192 Seiten; 20 Euro.
★★★☆☆ Annehmbar