Film ab für die Schule

von Redaktion

Mit diesen Filmen und Serien ist das Ende der Weihnachtsferien nicht mehr ganz so tragisch

Schule anderswo: „Radical – Eine Klasse für sich“ spielt im mexikanischen Matamoros. © Film+Kunst

Beim „Mannwerdungstraining“: Franz (Jossi Jantschitsch) und seine Freunde. © Wild Bunch

Gelingt ihnen der Übertritt aufs Gymnasium? Während Emil (Jona Gaensslen, li.) in der vierten Klasse keine Probleme hat, tut sich sein bester Freund Frido (Luis Vorbach, re.) schwer und schließt einen gefährlichen Pakt. Davon erzählt „Unheimlich perfekte Freunde“. © MDR/SquareOne Entertainment

Für Kinder ist Schule das halbe Leben. Oder na ja, sie bestimmt zumindest an Wochentagen die Hälfte ihres Tages. Schule bedeutet nicht nur Lesen, Schreiben, Rechnen und andere Dinge lernen, sondern auch: Freunde treffen, sich streiten und wieder vertragen, sich ausprobieren, in Lehrerinnen und Lehrern Vorbilder und Unterstützerinnen finden, Grenzen übertreten, sich wohl oder auch einmal nicht so wohl in der Haut fühlen, lachen, weinen, verzweifeln.

Genau davon erzählen viele Kinderfilme: Wie die jungen Menschen wachsen und lernen, in der Welt zurechtzukommen – gerade dann, wenn es einmal schwierig wird. Diesen Figuren zuzusehen, kann das eigene Lernen und Wachsen unterstützen und den Erwachsenen dabei helfen, die Kinder in ihrer Situation zu verstehen. Und vielleicht können diese Produktionen sogar dabei helfen, zum Ende der Weihnachtsferien den Modus auf Schule umzuschalten und die Vorfreude auf die Rückkehr in die Schule am Mittwoch etwas zu steigern.

Wir stellen die besten und schönsten Kinderfilme vor, die sich mit Schule – auf ganz unterschiedliche Weise – beschäftigen.

„Geschichten vom Franz“

Der kleine Franz hat große Probleme: Er ist zu klein und wird oft für ein Mädchen gehalten. Das muss sich ändern! Nachdem er vor Lehrer Zickzack einmal wieder verstummt und von der ganzen Klasse ausgelacht wird, startet Franz mit Unterstützung seiner beiden besten Freunde ein Mannwerdungstraining und lernt dabei, was viel wichtiger ist, als groß zu sein und laut zu antworten. (Empfohlen ab sechs Jahren, auf Prime Video verfügbar und ausleihbar in den Münchner Stadtteilbibliotheken.)

„Mister Twister“-Reihe

Vertretungslehrer sind die schlimmsten, davon ist der zehnjährige Tobias überzeugt. Aber der junge Herr Kees, der (im ersten Teil der Reihe) neu in die Klasse kommt, scheint anders zu sein: Der Referendar wirkt schüchtern und unerfahren, aber sehr nett, und er bringt viele unkonventionelle Ideen mit in den Schulalltag, der plötzlich richtig Spaß macht und die Klasse immer wieder Aufregendes erleben lässt. (Empfohlen ab sieben Jahren und aktuell auf Kika verfügbar.)

„Unheimlich perfekte Freunde“

Der perfekte Film für alle, denen es vor dem Übertritt graut. Frido ist in der vierten Klasse und tut sich schwer. In keinem Fach kommt er so richtig mit. Sein bester Freund Emil hilft ihm zwar, aber der Übertritt aufs Gymnasium ist trotzdem gefährdet. Deshalb geht Frido einen unheimlichen Deal mit seinem Spiegelbild ein, einem Doppelgänger, der all das kann. Ob das gut geht? (Empfohlen ab acht Jahren, auf Kixi Select verfügbar und ausleihbar in den Münchner Stadtteilbibliotheken.)

„Sieger sein“

Mona kommt von Syrien an eine Schule in Berlin-Wedding und dort gar nicht zurecht. Die Klasse macht es ihr aber auch nicht leicht. Gut, dass Klassenlehrer Herr Che auch die Fußball-AG leitet, Monas Talent entdeckt und ihr hilft, sich nicht nur ins Fußballteam zu integrieren. (Empfohlen ab neun Jahren und auf Netflix verfügbar.)

„Auf dem Weg zur Schule“

Dieser Film zeigt die Bedeutung von Schule auf eine ganz andere Art und Weise: über den Weg dorthin. Er begleitet vier Kinder auf ihrem Schulweg, der mal 30 Kilometer lang zu Fuß oder im rostigen Rollstuhl über holprige Straßen zurückgelegt wird. Dabei wird deutlich, wie wichtig den Kindern das „in die Schule gehen“ ist und dass sie dafür einiges auf sich nehmen. (Empfohlen ab neun Jahren und auf Kixi Select verfügbar.)

„Dancing Queen“

Die zwölfjährige Mina möchte Hip-Hop tanzen und am Tanzwettbewerb ihrer Schule teilnehmen. Doch mit den anderen Mädchen in ihrer Klasse kann sie einfach nicht mithalten, obwohl sie wirklich hart trainiert. Als sie aufhört, richtig und ausreichend zu essen, bricht sie zusammen und verliert ihren Tanzpartner. Aber weil sie das Tanzen lieben gelernt hat, gibt sie nicht auf. (Empfohlen ab zehn Jahren und Prime Video verfügbar.)

„Radical – Eine Klasse für sich“

Auch „Radical“ präsentiert, wie Schule anderswo – und zwar in Mexiko – funktioniert. Niemand glaubt so recht an den Erfolg der Kinder einer Grundschule in Matamoros, die oft nicht kommen oder lernen, weil sie ihre Familien unterstützen und Geld verdienen müssen. Dann taucht ein neuer Lehrer auf, der mit ungewöhnlichen Methoden die anderen Lehrkräfte irritiert, aber den Schülern zeigt, was in ihnen steckt und wie sie aus den Gewaltspiralen ihres Alltags entkommen können. (Empfohlen ab zwölf Jahren und ausleihbar in den Münchner Stadtteilbibliotheken.)VERENA SCHMÖLLER

Weitere Informationen

Auf der Internetseite
www.kinderfilmwelt.de/
filmlisten/liste/schulfilme hat das Deutsche Kinder- und Jugendfilmzentrum eine Auswahl von rund 20 guten und empfehlenswerten Kinderfilmen versammelt, die in der Schule spielen und zeigen, was Schule alles kann.

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