Eine Gruppe Uni-Absolventen, die kleine Urwälder pflanzt. Ein Forscher der TU München, der einen Ersatz für Palmöl gefunden hat, für den keine Regenwälder gerodet werden müssen. In „Keine Zeit für Pessimismus“ porträtieren Dirk Rossmann und Josef Settele Menschen und ihre Projekte, die die Welt besser machen sollen. Es geht um Erfindergeist, aber auch um Enthusiasmus. Die Autoren haben ein Gespür für kreative Ideen. Außerdem gelingt es ihnen, die komplexen wissenschaftlichen Hintergründe anschaulich zu erklären. Das sind die guten Seiten des Buchs. Immer wieder werden Rossmann und Settele dabei selbst enthusiastisch, und das könnte ein Stilmittel sein. Bei der Annäherung an ihre Protagonisten gleiten sie aber regelmäßig ins Floskelhafte ab, schreiben mitunter distanzlos und stilistisch unsauber, auch Zitate sind nicht immer gut gewählt. Es mag Leser geben, die das nicht stört. Sie werden Freude haben an der an sich ebenfalls guten Idee, ein Buch zu schreiben, das sich gegen den übergreifenden Trübsinn unserer Zeit zur Wehr setzt.KBK
Dirk Rossmann/Josef Settele:
„Keine Zeit für Pessimismus“. Quadriga, 256 Seiten; 20 Euro.
★★★☆☆ Annehmbar